Datenelemente

Ein Datenelement ist die kleinste Einheit in einer Datenstruktur. Ein Datenelement kann direkt einer Datenstruktur zugeordnet werden, oder einer Datengruppe, die dann wiederum in eine Datenstruktur oder eine andere Datengruppe eingefügt werden kann.

Ein Datenelement kann in beliebig vielen Datenstrukturen und Datengruppen verwendet werden, aber pro Struktur/Gruppe maximal ein Mal.

Die Eigenschaften eines Datenelements sind in allen Verwendungen gleich. Verwendungsabhängige Eigenschaften (Wiederholung, Redefinition) werden an der Datenstruktur bzw. -gruppe definiert, in der das Element verwendet wird.

Zu den Informationen in o.g. Abbildung: Kurzprompt und Langprompt sowie die Umschreibung sind Bezeichnungen, die in Anwendungen benutzt werden können, um dem Anwender die Verwendung des Datenelements zu verdeutlichen. Die Umschreibung entspricht dem Kommentartitel. Langprompt wird z.B. in TemplateDialog usw. als Tooltip verwendet:

Unter der Angabe des Typs und der Länge zwei Reiter mit abgeleiteten Informationen, sowie Angaben zur Aliasnutzung.

Datenelement anlegen

Die Neuanlage eines Datenelements ist nur von Rochade aus möglich, da Namenskonventionen einzuhalten sind, die dort überwacht werden. Die weitere Bearbeitung des Element kann dann in DataStrEdge erfolgen.

Datenelement bearbeiten

Wenn eine Datenstruktur geöffnet wird, werden in DataStrEdge auch alle darin enthaltenen Datenelemente und -Gruppen angelegt und im Baum angezeigt. Allerdings sind zu diesem Zeitpunkt nur Informationen bekannt, die über die Datenstruktur übermittelt werden, und das Datenelement ist immer schreibgeschützt. Um eine Datenelement bearbeiten zu können, ist es deshalb notwendig, dies zuvor aus Rochade komplett und ohne Schreibschutz zu laden. Dies kann über den Menüpunkt Aktualisieren (Kontextmenü im Navigationsbaum oder Toolbar) veranlasst werden.

Wenn ein Datenelement direkt über Datei→Öffnen geladen wird, ist dieser Schritt nicht erforderlich.

Typ und Länge ändern

Die Anpassung von Typ und Länge erfolgt in einem eigenen Dialog; dieser wird über die Schaltfläche Type und Länge ändern geöffnet.

  • I.d.R. wird zuerst festgelegt, welchen Typ ein Datenelement haben soll: Ist es nummerisch, eine Zeichenfolge, oder ein Datumsfeld? Oder hat es ein spezielles Format, z.B. ein „Blob“?
  • Abhängig von dem Typ kann definiert werden, auf welche Art der Inhalt gespeichert werden soll. z.B. kann ein nummerisches Feld im Anzeigeformat((COBOL: Display-Format), gepackt, binär oder Dezimal gespeichert werden. Genaueres dazu finden Sie in der Liste der möglichen Datentypen.
  • Abhängig vom Typ und der Speicherart, kann dann die Anzahl der Vor- und Nachkommastellen bzw. die Länge (bei Zeichenfolgen) festgelegt werden. Hierbei wird sichergestellt, dass die maximale Länge, die in der gewählten Speicherart gespeichert werden kann, nicht überschritten wird. Bei Datumsformaten ist eine Anpassung der Länge nicht möglich.
  • Bei nummerischen Feldern kann auch angegeben werden, ob ein Vorzeichen verwendet werden soll.
  • Bei sogenannten „Blobs“ kann angegeben werden, ob die maximale Größe des Inhalts in KB oder MB angegeben werden soll:

„BLOBS“, oder „Binary Long Objects“ sind beliebig lange Datenbereiche beliebigen Inhalts. Sie können benutzt werden, um Daten ohne Konvertierung zwischen verschiedenen Modulen und ggf. verschiedenen Plattformen weiterzureichen. s. auch Verwendung von Blobs in Cobol, C# native.

Wenn der Dialog mit OK beendet wird, werden die Änderungen übernommen. Die abgeleiteten Informationen werden sofort an das neue Format angepasst.

Abgeleitete Informationen

Dies sind technische Angaben, die haben für die Verwendung des Datenelements i.d.R. keine Bedeutung haben.

  • Die Gesamtlänge ist die Länge des Datenelements mit Vor- und Nachkommastellen.
  • Die Systemlänge ist die tatsächlich belegte Länge in Bytes. So ist z.B. für das Datenelement vom Typ „Numerisch Float 8 Byte“ die tatsächlich belegte Länge immer 8 Byte, unabhängig von der jeweiligen Formatangabe „+13.2“ .
  • Die Typspezifikation ist die interne Kurzbezeichnung des Typs.
  • Die Systemformatspezifikation ist die interne Zusammenfassung des Formats incl. Typ, Vorzeichen, und Vor- und Nachkommastellen.
  • „Ist anzeigbar“ gibt an, ob das Feld in diesem Format als Zeichenfolge direkt anzeigbar ist; diese Information ist wichtig bei der anzeige kompletter Datenstrukturen zur Laufzeit, z.B. im TemplateDialog.

Basis definieren

Wenn ein Datenelement auf einem Datentyp oder eine Domäne basiert, werden bestimmte Eigenschaften des Datenelements durch diese Basis vorgegeben:

  • Datentyp: Wenn als Basis ein Datentyp angegeben ist, so wird das Format des Datenelements im Datentyp festgelegt und kann am Datenelement nicht verändert werden.
  • Domäne: Durch die Angabe eine Domäne kann der mögliche Inhalt eines Datenelements eingeschränkt werden.

Für beide Basis-Angaben gilt: Durch Klick auf das „“-Feld wird der Suchdialog geöffnet, um ein betreffendes Objekt auswählen zu können. Mit Klick auf Entfernen wird die Basis entfernt.

Beide Basis-Angaben können kombiniert werden, ein Datenelement kann auf einem Datentyp und einer Domäne basieren. Wenn bereits der Datentyp auf einer Domäne basiert, wird diese für das Datenelement übernommen. Diese Definition kann durch eine zusätzliche Domäne am Datenelement weiter eingeschränkt werden, darf dieser jedoch nicht widersprechen.

Bei Auswahl eines Datentyps werden die Formatangaben des Datenelements aus dem Datentyp übernommen, und Typ und Länge können nicht mehr bearbeitet werden.

Die Auswahl einer Domäne wirkt sich erst zur Laufzeit aus.

Alias verwenden

datastredge:delt · Zuletzt geändert: 22.07.2025 11:42

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